Interview zu Krise in Ceuta: "Die Schuld Spanien zu geben, war irrational"

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https://www.tagesschau.de/ausland/europa/spanien-eu-ceuta-marokko-100.html

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Dieses “Irgendetwas tun” kennen wir aus Deutschland. Das ist dann oft: “Wir kontrollieren jetzt die eigenen Grenzen.” Das ist zwar sinnlos, weil es dort keinen Zaun gibt, und wer will, kann natürlich immer über Schengen-Grenzen kommen. Wir haben das in den vergangenen Jahren überall in Europa gesehen. Grenzkontrollen von Frankreich zu Italien haben die Migrations- und Asylantragszahlen in Frankreich nicht reduziert. Aber so tut man irgendwas. Oder man gibt jemandem die Schuld.

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Mehr als 80 Tote (von denen wir wissen) und zehntausende Menschen, die in Gefahr gebracht wurden. Dazu die völlig schädlichen Reaktionen (auch aus Deutschland - u.a. Dobrindt), entweder aus dummem Aktionismus vor Wahlen oder um aus der Situation Kapital zu schlagen.

Ja. Die Umstände gehören untersucht. Nur weiß ich mittlerweile nicht, wem ich zutraue, hier eine vernünftige Prüfung durchzuführen und daraus logische Schlüsse zu ziehen und die Ergebnisse nicht nach eigenem Gutdünken auszulegen.


Die Reaktion war nicht irrational sondern sehr absichtlich gezielt. Die Rechts- und Extremrechtspartein is Europa suchen jede mögliche Gelegenheit radikal gegen immigration zu agieren. Und Schengen zu zerstören ist ein mittelfristiges Ziel für viele von denen. Dies war eine hervorragende Gelegenheit dafür.

Was deutlich ist, ist das Morocco die Migranten genützt hat und dagegen kann man doch was machen. Mindestens eine Erklärung zu suchen wie das ohne Vorwarnung und damit Vorbereitung passieren konnte. Aber da sehe ich nicht so doll eine Reaktion bei den anderen europäischen Länden.


Es ist das gleiche alte Skript:

  • Kein Geld für die Mustermanns!
  • Wer ist schuld? Kapitalistenfreundliche Regierungen, Lobbyismus etc. Legale Korruption.
  • Darf mensch so aber nicht sagen. Lass uns lieber emotionale Reaktionen gegen Andere bekräftigen.

Und dann noch der gewollte Seitenhieb auf eine sozialdemokratische Regierung:

Wenn also mitschwingt, dass es in Spanien heute eine Regierung gibt mit einem sozialdemokratischen Regierungschef, der Migration nicht wirklich kontrollieren will: Die Fakten zeigen es nicht.


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