Zahlen, Daten, Fakten: Wie tickt die moderne Mutter?

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Artikel die den unbereinigten Gender Pay Gap als Beweis herziehen, halte ich für tendenziös. (Wer hier getriggert wird, bitte mal nachlesen, was der unbereinigte nicht einbezieht)

Allerdings: Laut Mikrozensus ist rund die Hälfte der Mütter zunächst mit dem Familienmodell “Vater als Hauptverdiener” zufrieden. Einige Sozialforscher bezeichnen diese Situation nach der Familiengründung auch als “vernünftige Ungleichheit”.

Da sollte man doch als Sozialforscher etwas tiefer graben, oder? Warum finden junge Mütter es okay mehr Zeit zu haben. Für Kind und Familie. Und was ist mit dem Mann? Findet er es okay immer zur Arbeit zu strampeln?

In dem Wohlstandsviertel, in dem ich wohne, sehe ich viele Halbtagsmuttis ihren Hobbies nachgehen und mit Freundinnen treffen. Klar auch die Kinder und Einkaufen.

Als ich mal meine Arbeitszeit auf 60% reduziert hatte für ein Jahr, da hatte ich auch Zeit und vor allem Energie für ein Hobby. War eine schöne Zeit.

Worauf will ich hinaus? Darauf, dass es nicht nur moderne Mütter gibt. Ich vermute maximal 30% wollen überhaupt Vollzeit arbeiten. Die anderen werden vermutlich ein entspannteres Leben mit Halbzeitarbeit nebenbei bevorzugen. (Und dann beim Thema Renteneinzahlung dumm drein schauen) Das passt allerdings nicht in die Narrative „Frau opfert sich auf und Mann macht geil Karriere“ Denn irgendwie fehlt der „moderne Vater“ und seine Bedürfnisse in der Geschichte, oder?


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